Frühlingskonzerte

05. Mrz 2017

Der beginnende Frühling erfreut nicht nur mit der einen oder anderen lauen und sonnigen Stunde sowie den ersten, neugierig aus der Erde hervorschauenden Schneeglöckchen und Krokussen, sondern auch mit vielversprechenden Konzerten. Zusätzlich zur Vielfalt der Farben in dieser verheißungsvollen Jahreszeit, die unsere Augen erfreut, können wir auch unseren Ohren einen Genuss mit den Klangfarben der Gitarre bereiten.

Am Donnerstag, den 6.4.2017 um 19.30 Uhr spielt das Alegrias Guitar Trio im Festsaal des Alten Rathaus in der Bismarckstraße1 in Völklingen im Rahmen der Konzertreihe „Carbon und Stahl“.

Die drei Mitglieder des Ensembles, Dimitri Laventiev, Takeo Sato und Klaus Wladar, haben alle ein Meisterklassenstudium bei Prof. Franz Halasz an der Musikhochschule in Augsburg absolviert.

Seit 2007 spielen sie gemeinsam als Gitarrentrio und alle sind auch weiterhin solistisch hervorgetreten und mittlerweile an verschiedenen Orten als Dozenten für Gitarre tätig.

Takeo Sato wurde 1982 in Saarbrücken geboren und hatte seit seinem neunten Lebensjahr zunächst Unterricht bei seinem Vater Kazuo Sato, der vor allem als Instrumentenbauer von hochwertigen Meistergitarren bekannt ist. Später begann Takeo, zunächst privat und dann als Jungstudent, ein Studium bei Prof. Ansgar Krause an der Hochschule für Musik in Saarbrücken. Prof. Krause ist mir noch aus meiner eigenen Studienzeit bekannt. Er war damals mein Lehrer im Fach Gitarrenmethodik, also in der „Kunst“ des Unterrichtens.

Wahrscheinlich wird Takeo Sato in dem Konzert eine Gitarre seines Vaters Kazuo spielen und wir dürfen uns auf ein besonderes Konzerterlebnis freuen, denn die Literatur für Gitarrentrio ist nur selten zu hören.

Konzerte von Gitarrensolisten kann man dagegen häufiger besuchen. So sollte ursprünglich der 1987 in Belgrad geborene Ivan Petricevic am Donnerstag, den 20.4.2017 um 19.00 Uhr im Saal des Rathauses Tholey spielen. Wie ich in einer neueren Ankündigung lesen konnte konnte, tritt an seiner Stelle die in Köln studierende, junge Gitarristin Ho Yan Kok auf. Die norwegische Künstlerin mit koreanischen Wurzeln hat Werke von Komponisten vorbereitet, die alle ein besonderes Verhältnis zur Gitarre haben. So hat etwa J.S. Bach eigentlich gar keinen Bezug zur Gitarre, da es sie, zumindest in der heutigen Form, noch gar nicht gab. Trotzdem ist er, da er die Verwandte der Gitarre, die Laute, mit sehr gehaltvollen Werken bedacht hat, einer der meistgespielten " Gitarrenkomponisten". Für Astor Piazolla gilt Ähnliches. Er kannte die moderne Gitarre, ist aber, obwohl er nur sehr wenig für sie komponiert hat, einer der wichtigsten Komponisten des 20. Jhd. für dieses Instrument, da von seinen Werken sehr viele Bearbeitungen für die Gitarre angefertigt wurden und werden. Toru Takemitzu schließlich gehört zu den Komponisten, die in Klangfarben denken. Aus diesem Grunde hat es ihm die Klangfarbenvielfalt, die ein Künstler der Gitarre entlocken kann, besonders angetan.

Das Konzert ist Teil der „Neunten Gitarrentage für Kinder und Jugendliche im Saarland“. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Kurses werden bei dem Konzert anwesend sein und, wie bei dieser Gelegenheit üblich, dem Künstler nach dem Konzert Fragen zu seiner Person und seinem künstlerischen Werdegang stellen. Diese Möglichkeit, den Künstler sehr persönlich kennenzulernen, ist auch für den außenstehenden Besucher von besonderem Reiz.

Ich wünsche Ihnen im beginnenden Frühling und in den angekündigten Konzerten viele glückliche Momente.

 

www.alegriastrio.de

www.gitarrentagekindersaar.com

www.ivanpetricevic.com

www.carbon-und-stahl.de