Musikunterricht und Corona- alternative Wege im Instrumentalunterricht

25. Mrz 2020

Liebe Musik- und an der Gitarre Interessierte,

egal, ob Sie schon lange den Musik- bzw. Gitarrenunterricht bei mir wahrnehmen oder ob Sie vielleicht gerade jetzt mit dem Gedanken umgehen, das Gitarrenspiel zu erlernen, ich begrüße Sie sehr herzlich in diesen ungewöhnlichen Zeiten.

Den Erstgenannten möchte ich an dieser Stelle einen besonderen Dank für ihre z.T. schon jahrelange Treue und das in mich gesetzte Vertrauen aussprechen.

Dieses primitive und völlig überflüssige Corona- Virus, nicht Fisch und nicht Fleisch, nicht Mensch, Tier oder Pflanze, ist gerade dabei, unser gesamtes Leben auf den Kopf zu stellen. Ich denke, wir sollten uns das nicht gefallen lassen. Wichtig ist es jetzt, Mittel und Wege zu finden, schnell umsetzbare Lösungen, damit umzugehen.

Für meine Arbeit, den Musik- und Gitarrenunterricht, sehe ich zur Zeit nur einen gangbaren und schnell verfügbaren Weg: den Unterricht über das schon bestehende soziale Netzwerk SKYPE. Der Musikunterricht über Skype ist sicherlich keine ideale Lösung, da dieses Medium für das Übertragen von Sprache und bewegten Bildern gedacht ist und nicht für die Wiedergabe von Musik.

Als Not- und Übergangslösung und später vielleicht als sinnvolle Ergänzung zum „normalen“ Musikunterricht scheint es mir aber ein gutes Angebot zu sein.

Wie ich beim Ausprobieren dieses neuen Mediums schon bemerkt habe, muss ich meine Methode daran anpassen und manches im Ablauf verändern. So ist z.B. ein gemeinsames und gleichzeitiges Spiel mit dem Schüler, bedingt durch „Aussetzer“ der Technik, zur Zeit nicht möglich und ich kann den anderen, während ich musiziere, auch nicht gut hören. Es funktioniert aber, dass ich etwas vorspiele und ich kann das Spiel des Schülers gut hören und sowohl dieses als auch die Spielbewegungen korrigieren. Das ist schon viel.

Wenn Sie Interesse haben, diesen ungewöhnlichen Weg für eine ungewisse Zeit mit mir zu gehen, schlage ich folgenden Ablauf vor:

  1. Wir nehmen telefonisch Kontakt auf, um die notwendigen Voraussetzungen im persönlichen Gespräch zu klären, und vereinbaren einen ersten Kontakt über Skype.

  2. In diesem ersten Kontakt probieren wir die technischen Gegebenheiten aus und besprechen den Unterrichtsverlauf. Danach machen wir ggf. einen Termin für die erste Unterrichtsstunde.

  3. Wir führen den ersten Unterricht durch und klären, ob wir diesen für die nahe Zukunft so fortsetzen wollen.

Möglicherweise liegt in dem momentanen Chaos auch eine Chance und es eröffnet sich tatsächlich eine Möglichkeit, den traditionellen Musikunterricht sinnvoll zu ergänzen. Vielleicht findet sogar die eine oder der andere den Weg auf diese Weise zum Gitarrenspiel, denn es ist durch die erzwungene Isolation und Beruhigung des öffentlichen Lebens auch mehr Zeit, den eigenen Bedürfnissen nachzuspüren und Dinge zu beginnen, für die sonst keine Ruhe zu sein scheint.

Bleiben Sie gesund, ohne Virus und genießen Sie den Frühling, der sich schon eingestellt hat, aber leider kaum Beachtung findet und wenn Sie Lust auf dieses kleine Skype- Abenteuer haben, melden Sie sich bitte bei mir. Ich freue mich darauf.