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Aktuelles

An dieser Stelle sollen in größeren zeitlichen Abständen Hinweise auf aktuelle Ereignisse stehen, die das Thema Gitarre in irgendeiner Weise betreffen. 
Sie bekommen hier Informationen, die Sie vielleicht interessieren oder die Ihnen nützlich sein können.

  • Dritte Buchempfehlung

    01. November 2017

    Das einaktige Einpersonen- Stück „Der Kontrabass“ von Patrick Süßkind, dem Autor des herausragenden Kriminalromans „Das Parfum“, dürfte vielen schon bekannt sein.

    Süßkind, der sich vor allem als Schreiber von Drehbüchern einen Namen gemacht hat, ist als Verfasser von Literatur bisher nur mit wenigen Werken in Erscheinung getreten. Wenn er aber etwas vorlegte, so erzielte er stets große Erfolge, da sein Schaffen durch eine besondere Qualität gekennzeichnet ist.

    „Der Kontrabaß“ wurde 1980 als Theaterstück geschrieben und 1981 in München uraufgeführt.

    Empfehlen möchte ich Ihnen natürlich auch das 1984 bei Diogenes erschienene Büchlein, vor allem aber die kongeniale Hörspielfassung als CD, welche1981 vom WDR produziert und 1984 bei Diogenes als Hörbuch herausgegeben wurde.

    Walter Schmidinger übernimmt in dieser Hörbuchfassung die Rolle des plaudernden Kontrabass -Spielers in beeindruckender Weise. Geschichte und Vortrag sind sehr amüsant und der Inhalt für den Musikfreund interessant und lehrreich.

    Das Instrument Kontrabass wird durch viel Detailkenntnis mit all seinen Eigenschaften vorgestellt und vorgeführt. Eine bessere Unterrichtsstunde in Instrumentenkunde ist kaum vorstellbar. Seine Nähe zur Gitarre wird zwar nicht erwähnt, der Fachmann kann aber viele Parallelen zu diesem Instrument erkennen. Mich als Musiklehrer haben diese instrumental- technischen Erläuterungen und auch die Einordnung des Instrumentes in den musikgeschichtlichen Zusammenhang besonders interessiert. Für den reinen Literaturfreund sei zur Beruhigung erwähnt, dass diese Gedankengänge trotz der verwendeten Fachbegriffe sehr unterhaltsam und verständlich sind.

    Ein weiterer Aspekt beschäftigt sich mit der Rolle des Kontrabassisten, der sich selbst richtigerweise als Künstler wahrnimmt, aber andererseits in eine strenge Orchesterhierarchie eingebettet ist, sich aber weder vom Publikum noch von den eigenen Kollegen genügend gewürdigt fühlt. Er zeigt sich als Künstler, der in Beruf und Leben die höchste soziale Absicherung genießt, sich jedoch der eigenen künstlerischen Entfaltung beraubt fühlt, einem „Musikbeamten“ vergleichbar.

    Zu guter Letzt zieht sich auch noch eine Liebesgeschichte des Musikers zu einer Kollegin durch die Geschichte. Da die Angebetete von dessen heftigen Gefühlen jedoch keine Kenntnis hat, ist dieser Teil eher tragisch, wirkt aber auf den Leser, weil vom Sprecher eher satirisch überzeichnet dargestellt, erheiternd. Dies ist sicherlich zu einem guten Teil auch auf die wunderbare Vortragsweise des Walter Schmidinger zurückzuführen, der hier alle Register seiner Kunst zieht.

    Am Ende bleibt die Frage offen, ob der Protagonist seiner Liebsten seine Gefühle offenbart und damit seine ganze gesicherte Existenz aufs Spiel setzt (Warum, wird nicht verraten.), oder ob er seine Gefühle auch weiterhin für sich behält und sich mit den kleinen Freuden des Kontrabassisten in einem guten deutschen Symphonieorchester zufrieden gibt.

     

    Viel Spaß bei der Lektüre oder beim Lauschen des Hörbuches.

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